Fast wie Magie: die Metta-Meditation

von | 2. Dez 2017 | Artikel | 0 Kommentare

Fast wie Magie: die Metta-Meditation

Eine der mir liebsten Meditationsformen ist die sogenannte Metta-Meditation. Sie hat ihren Namen von dem Sanskritausdruck “maitri” und wird auch “Liebende-Güte-Meditation” genannt. Diese liebende Güte äußerst sich bei dieser Meditationsart in Sätzen, wie: “Möge ich frei sein von körperlichen Schwierigkeiten” oder “möge ich ohne Widerstand sein”.

Der Kern der Metta-Meditation: liebende Güte

Das Ziel der Metta-Meditation ist das Erlangen des Zustands des sogenannten Herz-Geistes. Dies ist eine liebende Güte oder allumfassende Liebe, die von Buddha mit der Mutterliebe verglichen wurde. Kurz gesagt: In dieser Meditation dreht sich alles um das Thema Liebe! Dies empfinde ich als eine ganz tolle Sache. Denn Liebe wirkt nicht nur tröstend und mildernd, sondern auch in höchstem Maße heilend!

Metta für Einsteiger: Entwicklung von Liebe zu sich selbst

Im Zentrum der Metta-Meditation steht das geistige Formulieren von kurzen, klaren Wünschen, die kontinuierlich zu einem selbst sowie zu anderen gesendet werden. Da es fast unmöglich ist, Liebe für andere zu empfinden, ohne sich selbst zu lieben, beginnt die Metta-Meditation zumeist mit der Entfaltung von Herzensgüte für sich selbst.

Dies geschieht anhand von Sätzen, wie: “Möge ich gesund und heiter sein” oder “möge ich mich geborgen fühlen oder möge mein Geist frei von Verwirrung sein …”. Viele meiner Patienten empfinden diese “Selbstsegnung” zunächst als recht seltam. Schließlich sind wir es eher gewohnt, dass das Segensreiche von außen kommt.

Metta für Fortgeschrittene: Meditation für das Glück anderer

Der nächste Schritt der Metta-Meditation besteht darin, diese Segenswünsche auf uns nahestehende Personen auszuweiten. Auch ihnen wünschen wir Dinge, wie: “Mögest Du zufrieden sein” oder “mögest Du glücklich sein”. Dies ist eine eher leichte Übung. Bei Menschen, die wir wirklich mögen, fällt uns dies gewöhnlich ziemlich leicht.

Auch die nächste Stufe der Metta-Meditation ist noch kein größeres Kunststück. Bei dieser wenden wir uns Personen zu, die wir gewöhnlich nicht näher beachten. Dies kann jemand, wie beispielsweise die Dame an der Supermarktkasse sein. Warum sollten wir ihr nicht Gutes wünschen? Sie könnte doch vielleicht ein ganz netter Mensch sein!

Meta-Master-Level: Segen für Menschen, die wir nicht mögen

So weit, so gut. Aber jetzt verlassen wir endgültig den neutralen Boden und steuern auf die größte Herausforderung der Metta-Meditation zu: Nun geht es darum, sogar jenen Menschen unseren geistigen Segen zukommen zu lassen, mit denen wir in Konflikt stehen, die wir meiden, missachten oder sogar hassen!

Dir erscheint das ein wenig überkandidelt? Du denkst, man kann es auch übertreiben? Du hältst so eine Übung für eine Sache von Heiligen? Ich muss Dir ganz offen und ehrlich gestehen, dass diese Übung auch für mich eine große Herausforderung darstellt! Denn natürlich befinde auch ich mich selbst noch auf dem Weg!

Aber das ist gut so! Schließlich geht es in der Meditation unter anderem gerade um das Überwinden von inneren Barrieren, Hindernissen und negativen Gefühlen.

Darum lass uns diesen Weg gemeinsam gehen, hier auf www.tobiasconrad.com!

 

 

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