Meditative Medizin – Die heilsame Wirkung von Meditation, Gelassenheit, Humor und Lebensfreude

Seit mehr als fünfzig Jahren werden die Auswirkungen von Meditationstechniken auf das Gehirn untersucht und mehr als 3000 wissenschaftliche Studien wurden bereits über die positiven Effekte auf unsere Gesundheit veröffentlicht. Mit einer gelassenen Geisteshaltung bist Du nicht nur entspannter und genießt mehr Lebensfreude, Du trägst auch einen entscheidenden Beitrag zu Deiner geistigen und körperlichen Gesundheit bei.
Doch nicht nur Entspannung, sondern auch eine gute Portion Humor wirkt enorm heilsam auf unseren Körper. Zum Beispiel gibt es in manchen Kliniken Clowns, die kleine wie große Patienten zum Lachen bringen. Wer auch mal über sich selbst lachen kann und sich nicht allzu ernst nimmt, lebt deutlich gelassener.
Eine weitere wichtige Medizin ist das Vergeben können. Wer nicht vergeben kann, sorgt und quält sich und trägt den alten Gram, der möglicherweise schon Jahre zurück liegt, mit sich herum. Manchen Menschen fällt es zwar leicht, anderen zu vergeben aber sie haben Probleme mit dem Vergeben können, wenn es um die eigene Person geht.
Im Folgenden werde ich genauer auf die Punkte Humor, Vergeben können und Gelassenheit eingehen. Was haben diese Bereiche mit Meditation zu tun und wie tragen sie zu einem gesünderen Leben bei? Diese Frage wird Dir dieser Text beantworten.

Warum Du täglich meditieren solltest

Bei meditativen Aktivitäten richten wir unsere Aufmerksamkeit nach Innen und blenden die äußeren Reize und Einflüsse aus. Damit setzen wir uns mit uns selbst auseinander und lernen uns so besser kennen. Wir erfahren den Wert unserer Gedanken und welche Auswirkungen diese Gedanken auf unsere Emotionen und auch auf unseren Körper haben. Alles beginnt im Kopf. Wenn wir uns in einer schlechten Stimmung befinden, dann fühlen wir uns auch nicht besonders gut. Umgekehrt werden wir in den meisten Fällen auch schlecht gelaunt sein, wenn wir krank sind und wir körperliche Beschwerden und Schmerzen haben. Indem wir unseren Geist mithilfe meditativer Aktivitäten trainieren, fokussiert zu sein, können wir enorme heilsame Energien freisetzen.

Wir lernen, gelassener zu sein und gewinnen die Einsicht, dass alles vergänglich ist. Das einzig beständige ist die Veränderung. Warum sollten wir also festhalten an bestimmten Dingen, die uns nicht gut tun? Wir sind selbst die Erschaffer unserer Realität. Das betrifft auch die Qualität unserer Gedanken. Oftmals ist uns gar nicht bewusst, wie oft sich negative und sorgenvolle Gedanken in unseren Kopf schleichen. Durch Achtsamkeit erhöht sich unser Bewusstsein darüber, was wir in welchen Situationen denken. Indem wir uns das bewusst machen, haben wir bereits einen bedeutenden Schritt in die richtige Richtung unternommen. Nun können wir damit beginnen, negative und schädliche Gedanken zu stoppen und stattdessen mit förderlichen Gedanken zu ersetzen.

Der/die Meditierende entwickelt die Haltung eines neutralen Beobachters/einer neutralen Beobachterin  und wird so sowohl zum Subjekt als auch zum Objekt des Experiments.

Unter dieser scheinbaren Einfachheit haben wir es hier mit einem kompletten Einstellungswandel zu tun. Tatsächlich bewerten Anfänger die Meditationspraktiken oft als extrem schwierig. Es gibt eigentlich keinen Moment in unserem Leben, in dem wir aufgefordert werden, scheinbare „Nichtaktivität“ anzunehmen und gleichzeitig völlig bewusst zu sein – was der Unterschied zwischen Schlaf und Meditation ist. Daher ist gerade zu Beginn ein wenig Übung und vor allen Dingen Geduld erforderlich.

Die medizinischen Vorteile der Meditationspraxis für ganzheitliche Gesundheit

Es dauerte nur wenige Dutzend Jahre, bis die Medizin von unzureichenden Mitteln zur technologischen Überfülle überging. Die diagnostischen Kapazitäten haben sich so weit entwickelt, dass es nun möglich ist, den Verlauf der Ereignisse, insbesondere bei akuten Erkrankungen, dramatisch zu verändern.

Doch neben solchen bemerkenswerten Verbesserungen im Bereich der Notfallmedizin gibt es multiple komplexe und chronische Erkrankungen, bei denen die Therapien knapp und oft völlig unzureichend sind.

Wer regelmäßig meditiert, verändert die Frequenz seiner Gehirnströme. Bestimmte Bereiche im Gehirn können durch die Meditationspraxis eine leicht erhöhte Größe aufweisen. Die Meditation hat eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem und beruhigt auch viele andere physiologische Systeme wie Herz, Kreislauf und die Aktivität des vegetativen Nervensystems. Dank moderner medizinischer Methoden ist es gelungen, den Unterschied zwischen einem meditativen Zustand und dem Zustand einer hypnotischen Trance zu zeigen. Mehrere Dutzend Studien zeigen den potenziellen Nutzen einer meditativen Praxis für fast alle Bereiche der Medizin.

Die Vorteile sind vielfältig, u.a.:

  • verbesserte Schlafqualität
  • Linderung von Depressionen und Angststörungen
  • hilfreich bei ADHS
  • Linderung chronische Schmerzen
  • Senkung von zu hohem Blutdruck

Wie Du mit Gelassenheit, Humor und der Fähigkeit zu vergeben gesünder lebst

Während die tägliche Meditationspraxis Dein Gehirn und Dein allgemeines Wohlbefinden allmählich verbessert wirst Du mit Gelassenheit, Freude und der Fähigkeit zu vergeben Deinen Alltag als angenehmer empfinden. Hierfür kannst Du jede Gelegenheit nutzen, die Dir im täglichen Leben widerfährt. Wenn Du Dich das nächste Mal über eine bestimmte Sache ärgerst, frage Dich, ob es das wirklich wert ist. Du kannst Dich bewusst dafür entscheiden, Ärger los zulassen und stattdessen mit Gelassenheit zu reagieren. Je regelmäßiger Du meditierst, desto gelassener wirst Du auch im Alltag sein. Eine gute Übung ist das Zählen bis 10, bevor Du auf bestimmte Situationen reagierst. Wenn du eine innere Aufregung spürst, ist es außerdem hilfreich, wenn Du Dich auf deine Atmung konzentrierst. Lasse Deinen Atem tief und langsam werden und Du wirst bald feststellen, dass auch Dein Geist und Dein emotionaler Zustand ruhiger werden.

Außerdem ist es wichtig, nicht alles zu ernst zu nehmen. Wer lacht und die Dinge mit einer lockeren Fröhlichkeit nimmt, der ist auch entspannt. Ein entspannter Körper und ein gelassener Geist sind weniger anfällig für Verspannungen und Krankheiten. Wenn Du wütend bist, dann verkrampft sich Dein Körper und auch Deine Gesichtszüge. Es ist allerdings unmöglich, in einem entspannten Zustand wütend zu sein. Um Deine Fröhlichkeit zu trainieren empfehle ich Dir, an einer Lachyoga-Stunde teilzunehmen. Lachyoga ist eine wundervolle Möglichkeit, ohne Grund einfach nur zu lachen. Dein Körper schüttet Glückshormone aus und Du wirst Dinge, über die Du dir vorher Sorgen gemacht hast aus einer anderen Perspektive sehen. Du wirst feststellen, dass die Dinge über die Du Dich möglicherweise vor wenigen Minuten noch geärgert hast, ihre Wichtigkeit verlieren.

Die Fähigkeit zu vergeben ist eine Eigenschaft, die Du unbedingt trainieren solltest. Beginne am besten bei Dir selbst. Oftmals gehen wir mit uns selbst viel härter ins Gericht, als wir das zum Beispiel mit unseren Freunden tun würden. Beobachte dich selbst dabei, wie Du mit dir sprichst und frage Dich, ob Du so auch mit einem Freund sprechen würdest. Gehe verständnisvoll und liebevoll mit Dir selbst um und verzeih Dir Fehler. Wir alle machen Fehler. Im Grunde genommen ist das sogar gut, denn aus Fehlern lernen wir und entwickeln uns weiter. Reflektiere also regelmäßig Dein Verhalten und übe Vergebung mit Dir selbst so oft du kannst. Es ist darüber hinaus auch wichtig, dass wir unseren Eltern vergeben. Viele Menschen verurteilen insgeheim oder auch offensichtlich die eigenen Eltern für ihr Verhalten in der Gegenwart aber auch in der Vergangenheit. Egal was passiert ist – es ist wichtig zu vergeben. Denn nur, wenn Du wirklich aus tiefstem Herzen vergeben kannst, wirst du auch frei sein können.

Ich wünsche Dir viel Spaß und viel Erfolg beim Üben. Wenn nicht gleich alles so klappt, wie Du es dir vorstellst, dann darfst Du gerne mit heiterem Frohsinn und von Herzen deine vermeintlichen Fehlschläge “weglachen”!

P.S.:

Ein Postskriptum noch in eigener Sache: Ich hatte ja die Kooperation mit Mag.a Ursula Neubauer angekündigt – allerdings haben wir uns mittlerweile entschieden, gemeinsam nur das Buch herauszubringen und ich mache – so wie früher – alleine, z.B. mit spannenden Seminaren, Events und Workshops weiter.

 

 

1 Kommentar

  1. Ich habe in den letzten zwei Jahren soviel über mich und andere Menschen gelernt.Ich meditiere täglich und grüble täglich.Ich habe etliche Videos gespeichert. Vor allem interessiert mich alles ,was mit Hirnforschung zusammen hängt.
    Ich hoffe Du beherzigt Deine Ratschläge auch selbst.
    Ich schätze dich sehr. Alles Liebe
    Uta

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